Pressebericht GA Bonn v. 08.07.08

 

Springreiten in Kalenborn immer internationaler

Belgier Marc Boes ist mit Pferd Utah erster ausländischer Gewinner

Von Bärbel Dähling

Kalenborn. Sechs von insgesamt 22 gestarteten Paaren schafften beim Großen Preis von Kalenborn vor vollem Haus und bei idealem Turnierwetter den Einzug in die entscheidende Siegerrunde.

Stefan Schewe (Euskirchen) legte dort mit einer fehlerfreien 34,02-Sekunden-Runde in toller Manier mit seinem Schimmel Liberus vor. Aber leider brachte er vier Strafpunkte aus dem 490 Meter langen Umlauf und seinen 16 Sprüngen mit.

Michael Deppe (Saffig) ritt mit Corrada nach Schewe zwar Null, aber in mehr als 42 Sekunden auf Nummer sicher. Lockenkopf Kai Kramm mit Razz Fazz vom hessischen RFV Elz, der vor zwei Jahren die Plätze eins und zwei im Großen Preis des Reitclubs Kalenborner Höhe ergattert hatte, drückte auf die Tube und war nach 35,29 Sekunden mit weißer Weste im Ziel. Neue Führung.

Die nahm ihm allerdings der gebürtige Belgier und Nationenpreisreiter Marc Boes vom Grevenbroicher RV Joistenhof Barrenstein schnell ab. Mit seinem Holsteiner Aladin (14), mit der er vor wenigen Wochen auch auf der Burg Münchhausen beim Turnier des RC Meckenheim sehr erfolgreich war, setzte er sich fehlerfrei in 34,27 Sekunden an die Spitze.

Und konnte sich auf dem gut präparierten Platz mit Kirchhellener Sand nur noch selbst schlagen - was er auch tat. Mit seinem zweiten Pferd in der Siegerrunde, Utah, war er in 34,11 noch 16 Zehntel schneller zu Hause und somit beim zum 30. Mal ausgetragenen Großen Preis von Kalenborn der erste ausländische Sieger.

Ein Belgier siegte im Großen Preis, und wie vor Wochenfrist trugen sich auch diesmal die Starter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wieder mehrfach in die Platzierungslisten ein - das Kalenborner Turnier auf dem Hegehof, der Anlage von Norbert Schmidt, wird immer internationaler.

Schmidt hatte allen Grund zum Strahlen, aber nach einem schweren Sturz im Gelände und einem Sehnenabriss in der Schulter verging ihm das Lachen. Am Dienstag muss er in Bad Neuenahr auf den OP-Tisch.

Karl Schneider vom RJC Rodderberg gewann mit seinem Derby-Pferd Aristo Boreal das S-Springen am Samstag, tags darauf coachte er seinen Schützling Christoph Brüse beim CHIO-Höhepunkt in Aachen.

Caroline Hölzer (Wolfshof Sechtem) holte mit Odejus Platz zwei im M**-Punktespringen. Anke Büsch (Annaberger Hof) gewann ein L-Springen mit Eileen und wurde Zweite in einer weiteren L-Prüfung, in der Anja Sieberg vom Gastgeber mit Abilene die goldene Schleife ergatterte.

(08.07.2008)